Logo
  • Suche

25.September – Tag des Kaffees

25.09.09 (Aktuelles - Nachrichten)

Heute ist der Tag des Kaffees. Zeit mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen.

Eigentlich sieht Kaffee nicht besonders gut. Eine dunkle, undurchsichtige Brühe. Riecht verbrannt und erinnert an Aufwischwasser. Aber das dürfen Sie keinem leidenschaftlichen Kaffeetrinker erzählen.

Lange Zeit war der Kaffee als Gesundheitskiller verschrien. Kaffee verursacht Herzrasen, Schlaflosigkeit, Unruhe und schlechten Atem. Sogar die Zähne leiden unter hässlichem braunem Belag. Als Wasserräuber erster Güte und verantwortlich für Magenkrankheiten und Bluthochdruck, sollte man ihn meiden. Ja, sogar Bauchspeicheldrüsenkrebs lastete man ihm an.

Studien haben bewiesen, dass dem nicht so ist. Er wäre sogar gesund, wird behauptet. Er entziehe dem Körper gar kein Wasser und auch der gefürchtete Bluthochdruck stehe in keinem nachweislichen Zusammenhang mit dem Kaffeegenuss. Das Koffein des Kaffees könne sogar Diabetes verhindern. Kaffeetrinker haben die Chance, den Ausbruch von Alzheimer und Parkinson hinauszuzögern. Durch seine Antioxidantien spielt der Kaffee eine ebenso große Rolle bei der Senkung des Krebsrisikos.

Hamburg ist der weltweit größte Kaffeeumschlagplatz. Nach Öl ist Kaffee das wichtigste Handelsprodukt.
Viele Jahre war Kaffeetrinken ausschließlich eine Angelegenheit der Frauen. Das Wort „Kaffeeklatsch“ findet hier seine tiefere Bedeutung.
Auch eine Frau, Melitta Benz, war es, die 1908 den Kaffeefilter erfand.

Ursprünglich stammt der Kaffee aus Äthiopien. Heute wird er weltweit in tropischen und subtropischen Zonen angebaut. Im 17. Jahrhundert hielt der Kaffee Einzug in Europa. Seitdem wurden viele Möglichkeiten für die Zubereitung des braunen Getränks gefunden. Und fast jeder kann sich für eine der vielfältigen Rezepte begeistern.

Der teuerste Kaffee der Welt, der am Kaffeestrauch wächst, ist der „Blue Mountain“. Diese Kaffeesorte wird auf Jamaika in den Blue Mountain oberhalb 1800 Metern angebaut. Der Nebel der Berge trägt dazu bei, dass die Kaffeekirschen erheblich langsamer wachsen als anderswo und darum ein spezielles Aroma entwickeln können.

Kaffeestrauch

Kaffeestrauch

Der Preis des Blue-Mountain-Kaffees wird weltweit lediglich vom fermentierten „Kopi Luwak“-Kaffee getoppt. Dieser Kaffee geht vom Strauch über das Verdauungssystem von indonesischen Affen in die Kaffeetassen. Die Früchte des Kaffeestrauches werden von den Affen verspeist und die unverdaulichen Bohnen ausgeschieden. Das Aroma soll unschlagbar sein. Für mich eine eher unheimliche Vorstellung, aber ich bin nur ein durchschnittlicher Kaffeetrinker.

Alles in allem, Kaffee-Fans, sollten bei ihrem Lieblingsgetränk bleiben. Wie schon Paracelsus sagte: „Die Dosis macht das Gift“. In Maßen genossen wird er zum Lebenselixier. Genießen Sie Ihren Kaffee und heute am Tag des Kaffees, darf es gern eine Tasse mehr sein, oder?