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13. August – Welttag der Linkshänder

13.08.09 (Aktuelles - Nachrichten)

1976 wurde der Weltlinkshändertag, auch Internationaler Tag der Linkshänder genannt, von Dean R. Campbell ausgerufen.

Immerhin betrifft die Linkshändigkeit 10 bis 15 Prozent der gesamten Bevölkerung. Als Rechtshänder erkennt man die Probleme, die ein Linkshänder im alltäglichen Leben  hat erst, wenn man sich damit beschäftigt.

Die Ursache für die unterschiedlich bevorzugte Hand, ist vermutlich genetischer Natur. Eindeutige Forschungsergebnisse gibt es bisher nicht. Fest steht aber, dass die Umerziehung eines Linkshänders zum Rechtshänder verschiedene, negative Begleiterscheinungen haben kann.

Die früher oft angestrebte Umerziehung führte häufig zu psychischen Problemen, zu Sprachstörungen und schlechteren schulischen Leistungen. Wegen der nicht ausreichenden Information über die Folgen einer Umerziehung, werden auch heute viele linkshändige Kinder auf die rechte Hand getrimmt.

Wobei der Linkshänder trotz Umerziehung immer ein Linkshänder bleibt, nur andere Hirnareale übernehmen nach der Umerziehung die Steuerung des Bewegungsapparates.

Ursachen für die unverändert beibehaltenen Umerziehung liegen in der Kultur. Weltweit gibt man sich die rechte Hand zur Begrüßung. In arabischen und anderen Kulturen reinigt man sich nach dem Stuhlgang mit der linken Hand und Wasser. Somit wird die linke Hand als die unreine angesehen und wird nicht für soziale Kontakte und zum Essen benutzt.

Dass sich Linkshänder im Durchschnitt als intelligenter erweisen als Rechtshänder, gehört heute genauso in das Reich der Phantasie, wie die Annahme, Linkshänder hätten eine geringere Lebenserwartung.

Im Alltag haben Linkshänder heute nicht mehr so häufig mit ihrer Prägung zu kämpfen. Schere, Korkenzieher, Fotoapparate, Dosenöffner und viele andere Gegenstände für den Alltag, gibt es auch als Version für Linkshänder. Einige Linkshänder empfinden eine Diskriminierung, weil sich Gegenstände und Werkzeuge für sie schwerer beschaffen lassen und meist auch teurer sind.

Richtig schwierig kann für den Linkshänder das Erlernen eines Musikinstrumentes werden. Das Umlernen bei Tasten- oder Streichinstrumenten führt meist zu schwächeren Leistungen oder Überlastungen. Gitarren und E-Bässe gibt es bereits in linkshändiger Form. Bei Holzblasinstrumenten spielt die Prägung auf Rechts oder Links keine Rolle, da beide Hände benutzt werden müssen. Das perfekte Instrument für einen Linkshänder ist das Waldhorn, weil die Ventile sowieso mit der linken Hand gedrückt werden. Alle anderen Blechblasinstrumente sind auf einen Rechtshänder ausgerichtet.

Im Sport bringt die Prägung der Hand je nach Sportart Vor-oder Nachteile. Beim Handball hat ein Linkshänder seinen rechtsgeprägten Gegenspielern Vorteile. Beim Boxer ist der Rechtshänder ein Linksausleger, der häufig mit einem Rechtsausleger (Linksprägung) in Schwierigkeiten geraten kann. Wie beim Boxen wird auch beim Tennis oder Tischtennis gegen Rechtshänder trainiert. Vorteil für den Linkshänder, der gegen Rechtshänder trainiert. Polospielen lässt keine Aktion mit der linken Hand zu.

Das Schreiben mit einer Computertastatur empfinden viele Linkshänder als Erleichterung, denn selbst das Licht in einem Klassenraum ist auf Rechtshänder ausgerichtet.

Quelle: wikipedia.de