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Kategorie: Kurzgeschichten

Träume werden wahr (Folge 1)

22.08.08 (Kurzgeschichten)

Fünf lange Jahre hatte ich mit mir gekämpft. Jetzt war ich entschlossen, den Streit mit meiner Großmutter zu begraben.
Sie war vor sieben Jahren in ein verschlafenes Bergdorf gezogen, das nur dreizehn Häuser zählte.

Bei meinem letzten Besuch stellte sie mir den Sohn ihrer Nachbarin vor und drängte mich, ihn zu heiraten. Nur er käme als idealer Ehemann in Frage, behauptete sie störrisch. Dass ich meinen Mann selbst aussuchen wollte, akzeptierte sie nicht. Eine furchtbare Auseinandersetzung folgte. Wütend hatte ich die Haustür geknallt und war davon gebraust. Die wird mich nie wiedersehen, schwor ich auf dem Heimweg.

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Einsicht

31.07.08 (Kurzgeschichten)

Am letzten Montag war ich mit dem Auto auf der Landstraße nach Possen unterwegs. Ich kenne diese Strecke in – und auswendig. Zweimal im Monat fahre ich hier entlang, um meine Mutter zu besuchen. Hier passiert glücklicherweise nie etwas. Das Aufregendste auf diesem Weg ist der Wechsel der Jahreszeiten.

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Verdacht

10.07.08 (Kurzgeschichten)

Es hätte kein schöneres Wetter für ein Frühstück auf der Terrasse geben können. Unten im Garten hockte versteckt die Kälte der Nacht. Die Sonne stöberte in jedem Winkel, um sie davon zu jagen.
Im alten Birnbaum zankten sich lautstark drei Spatzen um einen fetten Frühstückshappen.
Eingehüllt vom Duft des Jasmins hatten Linda und Stefan Gruber ihre Rühreier verspeist.

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Bloß nichts überstürzen! Folge 3-Schluss

02.07.08 (Kurzgeschichten)

Was vorher geschah

„Ich? Wieso? Ich habe nicht gegrinst.”
„Doch! Dein Mund hat gezuckt.”

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Bloß nichts überstürzen! Folge 2

30.06.08 (Kurzgeschichten)

Was vorher geschah

„Elisabeth, bitte. Lass Manfred da raus”, flehte er.
„Ich denke nicht daran. Und überhaupt, dein Umgang mit ihm passt mir nicht. Und seine Tochter,…” Edmund horchte auf. „…diese Hure. Man erzählt, dass sie die Männer reihenweise umlegt”, fuhr sie fort.
„Das ist nicht wahr”, entfuhr es ihm.
Elisabeth legte den Kopf zur Seite
„Ach, und woher willst du das wissen?”
„Ich weiß es nicht, aber sieh sie dir an. Sie…”
„Ist ja interessant. Du hast sie also angesehen und verteidigst dieses Flittchen?” Edmund wurde blass. Er war im Begriff sein sorgsam gehütetes Geheimnis zu verraten. Dieses Weib brachte ihn um den Verstand. Elisabeth schob die Augenbrauen zusammen und blickte ihren Mann lauernd an.

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Bloß nichts überstürzen! Folge 1

28.06.08 (Kurzgeschichten)

Der alte Kachelofen im Wohnzimmer der Keitzers strahlte wohlige Wärme aus. Draußen krachte die Kälte. Ungewöhnlich zeitig hielt der Winter in diesem Jahr seinen Einzug. Es war erst Anfang November.

Edmund Keitzer hockte in seinem Sessel. Er hatte die Ellenbogen auf den Tisch gestützt und sein Gesicht in den Händen vergraben. Seine Zigarre qualmte sacht im Aschenbecher und verbreitete den aromatischen Duft, den er so liebte.

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Begegnung Folge 2-Schluss

16.06.08 (Kurzgeschichten)

War vorher geschah

… sich aufreihen wie Perlen auf eine Schnur. Eine allein bedeutet nichts. Alle zusammen ergeben ein Ganzes. War ein Leben nur die Folge von Ereignissen? Ohne Spuren?
Würde sein Leben eine Spur hinterlassen? Es tröpfelte dahin, wie ein undichter Wasserhahn. Aber tropfende Wasserhähne hinterlassen Kalkspuren. Und er? Er hatte nicht einmal Kinder.
Sabine hatte eine Tochter, und wenn er ihr glaubte – und er glaubte ihr – eine prachtvolle.

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Begegnung Folge 1

13.06.08 (Kurzgeschichten)

Endlich konnte sich Volkmar entschließen, die schmutzige Treppe zum Fußgängertunnel hinabzusteigen. Der Gestank der Bahnhofstoilette biss in seiner Nase. Sein Weg nach unten schien endlos. Niemand begegnete ihm. Langsam, mit gesenktem Kopf, nahm er sorgfältig Stufe für Stufe. Die Beleuchtung war miserabel.

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Wie man sich täuschen kann! (Folge 4-Schluss)

06.06.08 (Kurzgeschichten)

Was vorher geschah

„Also Heinz, mach’s gut. Übrigens, dein Portwein war erste Sahne.”
„War mir ein Vergnügen, Stefan.” Heinz Wittler schlug dem angesprochenen kräftig auf die Schulter und fügte hinzu: „Ich habe ein geniale Idee. Ihr übernachtet bei mir und morgen überraschen wir Isabell am Frühstückstisch. Wäre das nicht lustig?”
„Lustig? Auf keinen Fall, keine Stunde in einem Haus schlafen, dass dieser Frau gehört.” Stefan ruderte ablehnend mit den Armen.
„Dieser Frau gehört? Das ich nicht lache”, blubberte die dritte der wackligen Gestalten mit schwerer Zunge. „Ich habe sie geliebt, wirklich. Und ich habe ihr geglaubt, aber so verlogen und ohne Geld? Das ist selbst mir zu viel.” Er schüttelte den Kopf. Nur mühsam konnte er sich auf den Beinen halten.

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Wie man sich täuschen kann! (Folge 3)

03.06.08 (Kurzgeschichten)

Was vorher geschah

Prometheus blickte sein Frauchen erwartungsvoll an. Er war begierig darauf zu folgen.
Mit einem Blick auf ihren Collie sagte Marie: „Du bleibst hier. Du hast Telefondienst und bewachst das Büro. Und dass ich dich nicht wieder beim Schlafen ertappe.” Sie drohte mit dem Finger.

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