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Nackte Athleten bei der antiken Olympiade

28.06.09 (Kurioses & Erstaunliches)

Als das bedeutendste Sportereignis des Altertums sind die Olympischen Spiele der Antike in die Geschichte eingegangen. Sie fanden von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. statt und wurden damals wie heute, alle vier Jahre im Sommer ausgetragen. Der Ort allerdings war festgelegt. Auf dem heiligen Hain von Olympia in der Landschaft Elis auf der Halbinsel Peloponnes maßen die Athleten ihre Kräfte.

Kulturell und politisch waren die Olympischen Spiele der Antike von großer Bedeutung. Hier trafen sich das Volk, die Diplomaten und politische Vertreter aus allen Teilen der griechischen Welt. Die Organisation war nicht zu unterschätzen, denn neben den Wettkämpfen gab es Theateraufführungen, Unterhaltung zwischen Buden, Musiker und Künstler boten sich an. Die Olympischen Spiele hatten Volksfestcharakter.

Zuschauer zu sein, war nicht für alle ein Vergnügen. Schließlich gab es keine Unterkünfte und die Wege waren weit. Aber Zuschauer und Händler nahmen das in Kauf, den die Spiele waren für sie von unschätzbarer Bedeutung. Das gemeine Volk wohnte in Zeltstädten. Müllentsorgung fand leichtfertig statt und die Fliegen waren eine Plage.

Als Zuschauer bei den Wettkämpfen waren nur freie Männer und unverheiratete Frauen zu gelassen. Wer gegen die Regel verstieß, wurde mit dem Tod bestraft.

Da Frauen bei den Wettkämpfen prinzipiell nicht starten durften, gab es für sie eigene Spiele, die immer zwischen den Olympischen Spielen stattfanden, die sogenannten “Heräen“.

Warum traten die Athleten eines Tages bei den Olympischen Spielen nackt auf?

Ein Läufer hatte während des Wettkampfes im Jahr 720 v. Chr. seinen Lendenschurz verloren und gewann. Daraufhin ließen alle Athleten ihre ohnehin spärlichen Hüllen fallen und gingen nackt an den Start.

Oder so: Die Mutter eines Faustkämpfers hatte ihren Sohn als Mann verkleidet zu den Spielen begleitet. Als dieser siegte und sie vor Begeisterung über die Umfriedung sprang, entblößte sie sich und war als Frau erkannt. Ihr drohte die Todesstrafe. Aber weil ihr Vater, ihre Brüder und ihr Sohn olympische Siege errungen hatten, ging sie straffrei aus. Um weiteren Betrugsversuchen vorzubeugen, wurde ein Gesetz erlassen, dass nur nackten Kämpfern erlaubte, an einem Wettkampf teilzunehmen.

Was ist wahr, was ist Legende?

Die Tradition jedenfalls hielt sich bis zum Jahr 393 n. Chr., den vermutlich letzten Spielen der Antike.

Über Doping in der Antike ist kaum oder nichts bekannt. Aber Bestechung war häufig im Spiel. Es gab Athleten, die ihre Gegner mit Geld zum Verlieren animierten.

Einen Olympia-Sieger zu seinen Mitbürgern zählen zu dürfen, war eine Ehre für jede Stadt. Häufig wurden Athleten aus ihrer Heimatstadt abgeworben.

Flog die Bestechungen auf, mussten die betroffenen Athleten zur Strafe aus eigener Tasche Zeusstandbilder finanzieren. Die bronzenen Statuen wurden mit den Namen der bestraften Athleten versehen und im Durchgang zum Stadion aufgestellt. Mahnung an alle Teilnehmer, sich an die Regeln zu halten.

Kaiser Nero hatte die Spiele um zwei Jahre verschoben, um daran teilnehmen zu können. Trotz eines Sturzes beim Wagenrennen ließ er sich zum Sieger ausrufen.

394 n. Chr. war dann Schluss. Der römische Kaiser Theodosius I. verbot das Spektakel. Er verbat alle heidnischen Zeremonien, zu denen auch die Olympischen Spiele zählten.

Quelle: www. wikipedia.de, www.hessonline.de

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