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Schwede inszeniert eigene Entführung

27.10.08 (Aktuelles - Nachrichten)

Größere oder kleinere Eheprobleme gibt es in jeder Ehe. Aber muss man sich gleich mit einer inszenierten Entführung von seiner holden Gattin verabschieden?

Der Mann aus Südschweden jedenfalls hat es probiert und hat so eine Großfahndung der Nürnberger Polizei ausgelöst. Der 43-jährige Mann hat sich am Samstag bei der Wache auf dem Nürnberger Hauptbahnhof gemeldet und den Beamten erklärt, er sei aus seiner Heimat entführt worden.

Nach Aussage des Mannes, hatten die Entführer ihn für mehrere Tage in ihrer Gewalt. Sie hätten Bargeld und die Geheimzahl seiner Kreditkarte gefordert. Vom Nürnberger Hauptbahnhof, wo er von den Entführern ausgesetzt wurde, seien diese mit einem silberfarbenen Volvo verschwunden.

Die Befragung mit Hilfe eines Dolmetschers brachte es an den Tag. Wegen seiner Eheprobleme hatte der Schwede bereits eine Tour durch Europa hinter sich. Er war vorher in Italien und Österreich. Jetzt hatte er ein Problem: seine Ehefrau hatte eine Vermisstenanzeige aufgegeben und er hatte keine Lust, ihr was zu erklären. So hat er die Entführung erfunden.

Das war ein teurer Spaß. Er muss eine Sicherheitsleistung von 3000 Euro hinterlegen, erhält ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat und muss sich seiner Ehefrau nun doch erklären.

Quelle: www. n-tv.de

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