Böse Überraschung – Zecken im Weihnachtsbaum
24.11.08 (Aktuelles - Nachrichten)
Wir alle denken, die Zeckengefahr ist vorüber, nur in der warmen Jahreszeit können wir uns Zecken einfangen. Irrtum, Zecken sind auch im Winter aktiv.
Der Weihnachtsbaum kann in ein paar Wochen für eine unliebsame Überraschung sorgen. Zwar sind die Zecken, die im schlimmen Fall Borreliose und die Frühsommer-Meningitis (FSME) übertragen, nicht bevorzugt in Nadelbäumen zu finden, aber über bodennahe Sträucher können sie in die Zweige des Weihnachtsbaumes gelangen.
Selbst das im Winter genutzte Brennholz kann die ungebetenen Gäste ins Wohnzimmer bringen. Gefährdet sind besonders auf dem Fußboden spielende Kinder, informierte die Borreliose und FSME Bund Deutschlands in Rheinheim (Hessen).
Auch nach Waldspaziergänge, von denen Baum oder Brennholz mitgebracht werden, können Zecken mit ins Haus getragen werden.
Meist über mehrere Stunden wandern die Zecken über den Körper, bis sie eine feuchte, gut durchblutete Hautfalte finden. Der Stich selbst bleibt zunächst unbemerkt.
Zecken können außer Borreliose und FSME verschiedene andere Infektionskrankheiten übertragen. Die häufigste ist allerdings Borreliose.
Borreliose ist schwer zu diagnostizieren. Falsche Diagnosen wie Grippe, Rheuma oder einfach Muskelkater sind nicht selten.
Also auch im Winter nicht leichtfertig mit der Zeckengefahr umgehen!
Quelle: sueddeutsche.de
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