Eisbär Knut wird Thomas Dörflein nicht wiedersehen
22.09.08 (Aktuelles - Nachrichten)
Thomas Dörflein, der Ziehvater des berühmten Eisbärenjungen aus dem Berliner Zoo ist tot. Der 44-jährige Tierpfleger wurde gestern Nachmittag leblos in der Wohnung einer Bekannten in Wilmersdorf gefunden. Ob es sich um die Wohnung seiner Lebensgefährtin handelt, wollte die Polizei nicht sagen.
Die ersten Ermittlungen haben ergeben, dass es sich nicht um Suizid oder um Fremdverschulden handelt. Klar ist nur, dass der selbstlose Tierpfleger seit längerem schwer krank war. Näheres wird die Obduktion ergeben müssen. Im Berliner Zoo wusste heute Nachmittag noch niemand von diesem Todesfall, weil Thomas Dörflein gestern frei hatte.
Im Frühjahr 2007 veröffentlichte der Berliner Zoo erste Bilder von Eisbär Knut, der nach 33 Jahren das erste Eisbärenbaby im Berliner Zoo ist. Der Tierpfleger mit dem gestutzten Vollbart und dem langem Zopf wurde über Nacht eine bekannte Person. Bisher hatte er seine Arbeit im Bärenrevier erledigt. Nun gingen Bilder von ihm und dem knuffigen, kleinen Eisbären um die Welt und haben die Herzen der Tierfreunde erwärmt.
150 Nächte hat Thomas Dörflein bei dem winzigen Knut, den er als blindes Baby aus dem unbeheizten Eisbärengehege geholt hatte, verbracht. Sie haben gespielt und getobt. Unmerklich ist Knut dabei herangewachsen.
Über das Privatleben des Tierpflegers ist wenig bekannt.
Quelle: berlinonline.de
Update vom 23. September: Thomas Dörflein starb an einem Herzinfarkt, der durch eine frisch gebildete Thrombose verursacht wurde.
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