Super Idee: Katzen beschützen Ratten bei der Sprengstoffsuche
19.09.08 (Aktuelles - Nachrichten)
In Kolumbien werden Ratten eingesetzt, um Anti-Personen-Minen zu finden, die zu Zehntausenden in Kolumbien verstreut sind. Eine Leibwache haben die intelligenten Schnüffler auch, Katzen.
Die kolumbianische Polizei in Bogota hat ein Labor unter Leitung einer Tierärztin in ein Trainingszentrum für Ratten verwandelt. Hier wird den Nagern beigebracht, wie sie Minen zu suchen haben.
Ungewöhnlich ist es, Ratten als Minensuchhunde einzusetzen, aber die kleinen Nager eignen sich hervorragend für diese gefährliche Arbeit. Kaum zu glauben, aber der Geruchssinn der Ratten ist mit dem der Hunde vergleichbar. Sie haben außerdem den Vorteil, klein zu sein und demzufolge an schwer zugängliche Stellen zu kommen. Auf Grund ihres geringen Gewichtes erkennen sie den Sprengstoff, ohne den Zündmechanismus auszulösen.
Ein Spürhund hat deutlich schlechtere Karten, kostet erheblich mehr und seine Ausbildung ist langwieriger.
Da Ratten äußerst intelligent und lernfähig sind, erkennen sie bereits nach wenigen Tagen Training den Sprengstoff.
In einem Labyrinth gibt es versteckten Sprengstoff, die Ratte, die gerade ihre Trainingseinheit zu absolvieren hat, wird in das Labyrinth gesetzt und binnen von Sekunden hat sie den Sprengstoff gefunden. Sie stellt sich auf die Hinterbeine, verharrt in dieser Position, bis sie ein Stück Zucker zur Belohnung erhält. Diese Übung wird im Abstand von zehn Minuten mehrmals wiederholt. Die Ergebnisse werden im Computer gespeichert.
Die gesamte Ausbildung ist meist nach zwei bis drei Monaten abgeschlossen.
Da die Ratten bei ihrer Suche nach Minen naturgemäß verschiedenen Gefahren ausgesetzt sind, haben die Leute vom Labor Leibwachen engagiert. Es sind Katzen, die die kleinen Nager vor Angriffen von anderen Katzen schützen. Außerdem nehmen sie ihnen die Angst vor anderen Tieren, die ihnen bei ihren Einsätzen über den Weg laufen können.
Diese Leibwächter haben auch eine besondere Ausbildung hinter sich. Es handelt sich um Laborkatzen, die im Alter von drei Wochen von ihren Müttern getrennt wurden, um dann mit den Nagern zu leben.
Quelle und weitere Info: kurier.at
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