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Vaterschaftstest wurde zum Martyrium

13.10.08 (Aktuelles - Nachrichten)

Ein vertauschter Vaterschaftstest machte der 39-jährigen Alexandra Merkt das Leben zur Hölle. Sie war stets der Meinung, dass ihr Ex-Freund der Vater ihrer jetzt zehnjährigen Tochter Sina ist. Der Vaterschaftstest bezeugte etwas anderes. Beim Test wurden die Blutproben vertauscht. Das steht jetzt fest.

Nachdem sich Alexandra und Jörg-Oliver 1997 kennen gelernt hatten, wurde sie ein halbes Jahr später schwanger. Er wollte eine Abtreibung, sie entschied sich dagegen und brachte ihre Tochter zur Welt. Damit begann ein Martyrium. Der Vater weigerte sich Unterhalt zu zahlen, zweifelte die Vaterschaft an. Der vom Gericht geforderte Test hatte fatale Folgen für Mutter und Kind. Er weist Jörg-Oliver nicht als Vater aus.

Alexandra war sich ganz sicher, denn in dieser Zeit hatte sie keinen anderen Mann in ihrem Bett.

Alexandra wurde depressiv. Nach zwei Jahren konnte sie sich aufraffen, für sich und ihr Kind zu kämpfen. Acht Rechtsanwälte konnten nichts an dem Ergebnis ändern. Der Test wurde nicht wiederholt.

Erst als Alexandra eine Zigarettenkippe ihres Ex-Freundes in die Hände fiel, konnte sie einen privaten Vaterschaftstest beauftragen. Dieses Mal war das Resultat korrekt, so wie es Alexandra jahrelang bereits wusste. Jörg-Oliver ist der Vater ihrer Tochter Sina.

Allerdings gab es eine neue Hürde: Der Test war damals gerichtlich nicht verwertbar.

Nun ging Alexandra in die Offensive. Sie zeigte Jörg-Oliver wegen Betruges an. Dadurch sah sich die Staatsanwaltschaft gezwungen, die Blutprobe von damals zu überprüfen, mit dem Ergebnis, dass zwei Blutproben vertauscht worden waren und Jörg-Oliver doch der Vater von Sina ist.

Auch nach acht Jahren ist der Fall nicht erledigt. Der Vater hat kein Geld. Das Jugendamt zahlt nur einen Monat rückwirkend. Ein Trostpflaster sind die 15.000 Euro, die Alexandra nun als Entschädigung erhält.
Quelle: www.express.de

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Ein Kommentar

  • 1
    Makogen:

    Leider sind solche Vertauschungen bei Billiganbietern nicht auszuschliessen. Solange es sich nicht um standardisierte Vaterschaftstests handelt, ist das Risiko einer Vertauschung durch Mitarbeiter tendentiell höher als bei nicht standardisierten Tests. Darauf sollte man schon achten.

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