125 Jahre Ravensburger-eine Erfolgsgeschichte
09.05.08 (Aktuelles - Nachrichten)
Ravensburger wird 125 Jahre-eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Herzlichen Glückwunsch zu erfolgreicher, kreativer Geschäftstätigkeit.
Otto Maier, ein Ravensburger Buchhändler, legte mit seinem ersten Autorenvertrag 1883 den Grundstein zu einer international bekannten Firma. Er begann hauptsächlich mit Ratgebern und Vorlagemappen für das Bau- und Kunsthandwerk.
„Reise um die Erde“ war 1884 sein erster Spieletitel. Dieses Spiel wurde nach dem gleichnamigen Roman von Jules Verne in liebevoller Handarbeit hergestellt und war hochwertig verarbeitet. Lern- und Kinderspiele, Strategiespiele und Quartette folgten seinem ersten Titel. Mit Büchern und Baukästen zum Thema „Basteln“ und zur allgemeinen Kinderbeschäftigung hatte der Verleger, der Wissen spielerisch vermitteln wollte, großen Erfolg.
Im Jahr 1900 ließ er sich vom Patentamt das Warenzeichen Ravensburger Spiele schützen. Ravensburg, weit ab von kulturellen und wirtschaftlichen Zentren, bot keine idealen Voraussetzungen für den überregionalen Vertrieb. Also setzte Otto Maier auf effektive Werbung und schickte, als einer der ersten Verleger in Deutschland, einen Vertreter, den er „Reisenden Herrn“ nannte, durch Deutschland, Westeuropa bis zum Baltikum. Zunächst produzierte er seine Artikel nicht im eigenen Haus. Für alle Einzelteile hatte er Lieferanten, so dass in Ravensburg die Teile nur zusammengesetzt wurden. Das änderte er gemeinsam mit seinen Söhnen im Jahr 1923, indem er eine eigene Kartonagenfabrik und eine Buchbinderei eröffnete.
Otto Maier starb 1925 im Alter von 73 Jahren. Seine Söhne Karl, Otto und Eugen, führten die Firma gemeinsam weiter. Sie teilten sich die organisatorischen und redaktionellen Belange der expandierenden Firma. Unter ihrer Regie wurde 1927 das allbekannte Spiel „Fang den Hut“ produziert, das bis zum heutigen Tage mit mehr als 26 Millionen verkauften Exemplaren zu den beliebtesten Würfelspielen in Deutschland gehört. 1959 entwickelte Ravensburger das „Memory“, von dem bisher 55 Millionen Exemplare verkauft wurden.
„Malefiz“ sorgte 1960 durch die Gestaltung der Schachtel für Aufsehen, da ein bewaffneter Mann und eine leicht bekleidete Frau auf dem Karton für ein Familienspiel abgebildet waren. Ungewöhnlich, war die allgemeine Meinung. Aber der Verleger Karl Maier, stand dazu und der Erfolg gab ihm Recht. Dieses Spiel hat seinen Titel der Frau von Karl Maier zu verdanken. Sie wurde beim Spiel von ihrem Mann mehrfach gründlich geärgert, so dass sie in als „Malefiz“ betitelte.
Nach dem Tod der Söhne des Gründers, blieb der Betrieb beim Enkel und auch später in familiärer Hand.
Anfang der achtziger Jahre bekamen die Produkte aus Papier und Pappe Konkurrenz durch Videospiele. Die Verlagsinhaber reagierten auf die neue Situation und begannen mit der Produktion von Videokassetten und CDs zum Thema „Spielen und Lernen“.
Seit Anfang der fünfziger Jahre stieg die Zahl der Beschäftigten bei Ravensburger von 90 auf 1400
1998 wurde in der Nähe des Bodensees der Freizeitpark „Ravensburger Spieleland“ eröffnet, der inzwischen 3,2 Millionen Besucher hatte.
40 000 Quadratmeter Nutzfläche stehen dem Betrieb heute im Ravensburger Industriegebiet zur Verfügung.
15 Millionen Bücher und 25 Millionen Puzzles und Spiele werden jedes Jahr aus Ravensburg in mehr als 90 Länder der Welt verkauft. Das Gesamtprogramm beläuft sich heute 3000 verschiedene Produkte und ein Ende der Kreativität ist zum Glück für alle nicht in Sicht.
Weiter viel Erfolg, Ravensburger Unternehmensgruppe!
Quelle: SPIELZEUG international, 04/2008
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